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In der Nacht vom 4. auf den 5. November verfolgte ich gespannt die Wahl des 44. Präsidenten der USA, der George W. Bush nach 8 Jahren abgelöst hat. Die Hoffnung, dass der Demokrat Barack Obama als Sieger aus der Wahl hervorgehen würde, erfüllte sich, was mich und unter uns nicht mich allein, mit tiefer Freude erfüllt.
Foto: Myspace-Profil von Barack Obama
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Sätze wie 'Yes we can!', die gleichzeitig auch als Affirmation dienlich wirken (können?) sowie Worte wie 'Change' sind für mich nicht leere Versprechungen und mehr als Ausdruck eines in der bisherigen Geschichte nie dagewesenen Wahlkampfs. Bei myspace.com gehört er zu meinen Freunden: Tatsächlich hat er dort sein eigenes Profil: www.myspace.com/barackobama. Ein wahrlich bürgernaher Wahlkampf. Er brachte besonders auch Studenten dazu, überhaupt zu wählen und mobilisierte sie, ihn in seinen Zielen zu unterstützen.
In der Presse wurde nach seiner Wahl als erstes hervorgehoben, dass er der erste schwarze US-Präsident sei, ebenso sein Charisma.
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Früh ließen seine Eltern sich scheiden, einen Teil seines Lebens lebte Barack Obama in Jakarta in Indonesien. Er vereint sowohl schwarze und weiße Hautfarbe, lebte in verschiedenen Kulturen. Er selbst bezeichnet sich als Weltbürger.
Gemessen an der Geschichte der USA ist es sicher bemerkenswert, dass ein Mann mit dunkler Hautfarbe Präsident wird. Zu Barack Obamas Vorbildern zählt auch der derzeit ermordete schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King.
In dessen Sinne ist aber wesentlich zu sagen, dass die Beurteilung nach der Hautfarbe eines Menschen gleichgültig sein sollte, sondern alleine dessen Charakter. Schnell begannen mich zahlreiche Schlagzeilen über Barack Obamas Wahl zu nerven.
Was seine Wirkung betrifft, als charismatisch und als einen Rethoriker kann er sicher bezeichnet werden. Nur braucht dies nicht hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit bewertet zu werden. Als ob er sich damit verdächtig machte, unglaubwürdig zu sein, seine Worte ohne wirklich klaren Inhalt. Für mich macht seine Wirkung neben seinem äußeren Erscheinungsbild wesentlich seine Authenzität aus. Charisma an sich ist, wie sich immer wieder zeigt nicht leicht greifbar, auf wenige Worte zu begrenzen, die jemanden beschreiben.
Für mich zählen seine Werte und seine Forderung, auch über die USA hinaus, dass alle persönlich dazu beitragen müssen, um einen wirklichen Wandel erreichen zu können. Und genau deshalb habe ich bei uns diese Unterseite eingerichtet. Die Organisation AVAAZ hat einen Brief an Barack Obama gesendet, den derzeit jeder online auch veschicken konnte.
Sehr geehrter Präsident Obama:
Als Weltbürger gratulieren wir Ihnen zum Wahlerfolg und feiern Ihre Wahlkampfverpflichtungen: die Unterzeichnung eines starken Klimaabkommens, die Schließung von Guantanamo Bay, ein Folterverbot, ein sorgfältiger Truppenabzug aus dem Irak und eine Verdopplung der Hilfe zur Armutsbekämpfung. Kein Land oder Führer kann diese dringenden globalen Herausforderungen alleine lösen. Nur wenn wir, als eine Welt, im Geiste des Dialogs und der Kooperation, zusammenarbeiten können wir echten und dauerhaften Wandel herbeiführen.
Er tritt so auch für die Wahrung der Menschenrechte ein und den Klimaschutz sowie der Armutsbekämpfung. Das stimmt auch mit unseren eigenen Werten überein und entspricht auch einem achtsamen Umgang mit sich selbst, mit anderen Menschen und dem Schutz unseres Klimas, das wirklich ausnahmslos jeden Menschen auf der Welt betrifft. Klimaabkommen sind sicher notwendig, jedoch ist auch der alltägliche achtsame Beitrag eines jeden Einzelnen notwendig und ein erneuertes Bewusstsein, das zu schützen, was Gott uns allen gegeben hat: die Erde. Durch praktisches und konkretes Handeln. Womit wir dann wieder bei dem kurzen Satz 'Yes we can!' wären. Es bleibt zu hoffen, dass dieser als eine Affirmation ein wirkliches Umdenken, ein anderes alltägliches verändertes achtsames Handeln bewirken kann.
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